Was wir tun und sind, sagt mehr als das, worüber wir reden.

Folgende Haltungen und Werte leiten uns in unserem Planen und Handeln.

 

Weltoffene christliche Spiritualität

  • Wir vertrauen in die Gegenwart des Geistes Gottes, die  für uns Quelle der Inspiration und Kreativität, der Liebe und Lebensfreude ist.
  • Wir fördern die selbstbestimmte und sinnorientierte persönliche Entfaltung und Reifung von Menschen.
  • Wir ermutigen und befähigen zur friedlichen und gerechten Gestaltung des Zusammenlebens in Familie und Arbeitswelt, Religion  und Kultur, Wirtschaft und Politik, lokal und global.
  • Diese Grundhaltungen leiten uns sowohl in unserem Bildungsprogramm als auch in unserem praktischen Handeln. Was wir tun, sagt mehr, als worüber wir reden.

Bildung und Dialog

  • Wir greifen in unserer Bildungsarbeit aktuelle Lebensthemen und Zeitfragen auf, analysieren sie auf Grundlage des aktuellen Wissens und unserer Spiritualität.
  • entwickeln fundierte und ansprechende Angebote in den Bereichen: sinnorientierte Lebensgestaltung, Spiritualität, gesellschaftliche Zeit- und Zukunftsfragen, Beziehung, Kreativität und Kunst.
  • In mehrjährigen Projekten vertiefen wir uns in Themen und bilden Schwerpunkte. Wir suchen die Kooperation und Vernetzung mit Partner/innen.
  • Wir praktizieren und fördern den Dialog. Die Begegnung verschiedener Lebenserfahrungen, Religionen und Weltanschauungen sehen wir als Bereicherung.
  • Wir ermöglichen Lernen mit Kopf, Herz und Hand.
  • Wir bekämpfen nicht Fehler, sondern sind für das Fehlende da.  Wir ermöglichen Transformation und Entwicklung von Personen und Organisationen.

Gastfreundschaft, Zeit und Achtsamkeit                                              

  • Wir pflegen Gastfreundschaft, bieten professionelle Seminarinfrastruktur in persönlicher Atmosphäre und natürlicher Umgebung. So können Menschen Atem holen, einander begegnen und sich auf Neues einlassen. Unser Haus eignet sich besonders gut für mehrtägige Bildungsprozesse.
  • Wir sehen den Gast nicht als "König", sondern als Partner/in. Wir begegnen den Menschen achtsam. Wir orientieren uns in allen Bereichen an den Bedürfnissen der Gäste und Geschäftspartner/innen, gehen unkompliziert auf Wünsche ein - und achten auf unsere Werte und Grenzen.

Ökologisches Wirtschaften

  • Wir verfolgen in allen Bereichen eine ökologische Grundlinie: Energiesparen, Energiegewinnung aus Sonne, Biomasse und Abwärme, Wassersparen und Regenwassernutzung, regionaler Einkauf, Lebensmittel von Biobauern, umweltfreundliche Mobilität, Abfallvermeidung, natürliche Gartengestaltung, Vermeidung von elektromagnetischer Strahlung.
  • Wir haben nicht nur die kurzfristigen Kosten im Auge, sondern auch die Umwelt und das Leben kommender Generationen und anderer Regionen. Dies ist Ausdruck der Achtung vor allem Leben und der ganzen Schöpfung.
  • Wir beteiligen uns an der bewusstseinsbildenden und politischen Arbeit zur dementsprechenden Veränderung der Rahmenbedingungen. 

Geld und Solidarität

  • Wir sind eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Einrichtung. Der Träger, die Diözese Feldkirch, das Land Vorarlberg und der Bund unterstützen die Jugend- und Erwachsenenbildung, um auch finanzschwächeren Personen den Zugang zur Weiterbildung zu ermöglichen.
  • Darüber hinaus bieten wir im Sinne freiwilliger Solidarität flexible Kursbeiträge und komplementäre Bezahlungsformen (Tauschkreis) an.
  • Wir entwickeln zusätzliche Formen der Bildungsfinanzierung durch Sponsoring und Projektentwicklung.
  • Der Verein „Freundeskreis St. Arbogast“ unterstützt mit seinem Solidaritätsfonds bedürftige Kursteilnehmer/innen sowie das Bildungshaus.

Lernende Organisation

  • Der Umgang der Mitarbeiter/innen ist geprägt von Vertrauen und Respekt.
  • Die Führungskräfte und Mitarbeiter/innen und die Organisation als Ganzes verstehen sich als Lernende und haben Zeit für persönliche und fachliche Entwicklung. Es besteht ein Klima der Innovation und Kreativität, der Eigenverantwortung und Teamarbeit.
  • Unsere Personalpolitik ist familienfreundlich und partnerschaftlich. Wir nehmen nicht nur auf betriebliche Notwendigkeiten Rücksicht, sondern auch darauf, dass Mütter und Väter sowohl die Verantwortung für ihre Kinder wahrnehmen als auch sich beruflich entfalten können. Im selben Kontext unterstützen wir auch die Pflege von Angehörigen.
  • Für Menschen mit Handicap gibt es bei uns drei  geschützte Arbeitsplätze.

Qualitätssicherung

  • Wir betreiben Qualitätssicherung, um die Qualität unseres Angebotes langfristig zu sichern und unseren Gästen ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis zu gewährleisten. Wir achten auf Qualität und Effizienz in allen Arbeitsbereichen. Dies ist Ausdruck des verantwortlichen Umgangs mit Ressourcen im Allgemeinen, mit öffentlichen Mitteln im Besonderen.

Kunst und Ästhetik

  • Wir pflegen in allen Bereichen eine ästhetische Linie der Einfachheit, Transparenz, Funktionalität, Gediegenheit, wie sie in der Architektur zum Ausdruck kommt. Kunst ist integraler und selbstverständlicher Bestandteil der Kultur des Bildungshauses.

 

 

Gelungenes Lernen - Unsere Definition

  • Grundvoraussetzung für gelungenes Lernen ist eine entspannte, lebensfreundliche,  aufnehmende, vorbereitete, konzentrierte Umgebung. Wo man gerne ist, gewinnt man Vertrauen und öffnet sich für andere und für Neues.
  • Menschen sind ermutigt und befähigt, selbständig, verantwortungsbewusst und sinnorientiert zu denken, zu entscheiden und zu handeln, im persönlichen ebenso wie im beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld. Emanzipatorische Erwachsenenbildung sieht die Lernenden als Subjekt ihrer Geschichte.
  • Sie sind fähig zu einer differenzierten Wahrnehmung von Problemen. Sie finden  Ziele und Zugänge zu Lösungen, Ressourcen und Begabungen und können diese  entfalten. Dazu  öffnen und schützen wir und unsere Referenten/innen einen Raum, in dem offen Fragen gestellt, Grenzen erkannt, Fehler gemacht werden dürfen und Vertrauen in das Leben wächst.
  • Werte und Wertkonflikte sowie Sinnangebote werden freigelegt. Teilnehmer/innen prüfen diese,  hören auf die innere Stimme, folgen dem eigenen Gewissen, treffen verantwortete Entscheidungen und handeln danach.
  • Sie eignen sich Wissen und Fähigkeiten an, die sie für die Umsetzung ihrer Ziele im Alltag und Beruf brauchen.
  • Unsere Referenten/innen lassen Lernen gelingen, indem sie  persönlich und sozial kompetent sind, Erfahrung im Umgang mit Einzelnen und Gruppen haben. Sie achten und wertschätzen die Erfahrungen der Teilnehmer/innen und legen verschiedene Zugänge zum Thema offen. So wirken sie mehr durch das, was sie sind und tun, als was sie sagen. Sie sind beispielhafte Vorbilder gelungenen Lebens und Lernens.
  • Ihre fachliche Kompetenz entspricht inhaltlich, didaktisch und methodisch dem heutigen Stand des Wissens. Sie sind lebensnah, spüren den Puls der Zeit und greifen aktuelle Lebensfragen auf. Sie können inhaltlich aus dem Vollem schöpfen und können gleichzeitig auf den Wissenstand und die Sprache der Teilnehmenden eingehen. Sie legen die Kurse so an, dass je nach Thema, auch junge Menschen, Frauen und Männer, Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund angesprochen werden. Sie sehen auch sich selbst als Lernende und bilden sich weiter.
  • Lernprozesse werden so gestaltet, dass die Alltagsroutine unterbrochen wird,  durch inhaltliche Impulse neue Horizonte eröffnet werden und das Erfahrene im Alltag wirksam werden kann. Lernen mit Kopf, Herz und Hand -  mit allen Sinnen, soweit im jeweiligen zeitlichen Rahmen und Setting möglich – macht Bildung zum Erlebnis, das die ganze Person erfasst und nachhaltig wirkt.
  • Als Ort katholischer Erwachsenenbildung, weltoffener christlicher Spiritualität und des Dialogs bieten wir bewusst dem Experiment Raum, und widmen uns auch gesellschaftlich und kirchlich ungewohnten, kontroversen, jedoch diskussionswürdigen Themen und Entwicklungen. „Prüft alles und das Gute behaltet.“ (1 Thes 5,21).
  • Lernen aus christlicher Perspektive gelingt, wenn auf je eigene Weise etwas vom befreienden und heilenden Wirken Jesu erfahren wird, Grenzen erkannt und angenommen werden. Wenn die eigenen Charismen entdeckt, entfaltet und eingesetzt werden zum Gelingen des eigenen Lebens und zum Wohle der Gemeinschaft und des größeren Ganzen, zum Wachsen des „Reiches Gottes“, in dem alle Menschen, gleich welcher Religion, Kultur, Herkunft oder Leistung untereinander und mit der Schöpfung verbunden sind.

 

 

Arbeitsfelder und Zielgruppen.

Hauskurse Zielgruppen sind Menschen, die persönliche Lebensorientierung suchen, sich mit familiären, gesellschaftlichen, religiösen und ethischen Themen  auseinandersetzen, ihren Horizont erweitern wollen, Inspiration und konkrete Handlungsperspektiven suchen. Darüber hinaus auch ihr kreatives Potential im handwerklichen und musischen Bereich entfalten wollen. Wir sprechen Frauen und Männer unterschiedlicher Bildungsniveaus, gesellschaftlicher Milieus, kirchlich Engagierte und religiös Ungebundene, Jugendliche und Erwachsene an.  
Trägerkurse Neben dem eigenen Bildungsauftrag steht das Bildungshaus diözesanen Einrichtungen, Gruppen und Organisationen zu ermäßigten, vom Träger Diözese Feldkirch geförderten Preisen als Bildungshaus zur Verfügung.

Gastkurse Darüber hinaus ist Arbogast ein offen buchbares Seminarhaus für verschiedene Veranstalter wie Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Ausbildungsinstitute, Schulen und Hochschulen, soziale, kirchliche, kulturelle, pädagogische, zivilgesellschaftliche Vereine und Gruppen, private Veranstalter -  für Seminare, Vorträge, Konferenzen, Symposien, Tagungen, Klausuren, Workshops, Ausbildungen, Lehrgänge, Chorwochen, Kulturreisen, Schulland-, Bildungs-, Erholungswochen. Die Haupteinzugsgebiete sind Vorarlberg, Tirol und die angrenzende Bodenseeregion.

Jugendhaus In besonderer Weise ist Arbogast ein Ort der Jugend und bietet für Orientierungstage, Schullandwochen, Lehrlingsworkshops, Kreativwochen ermäßigte Preise bei hoher Qualität an. So ist das Jugend- und Bildungshaus ein Ort der Begegnung der Generationen.

St. Arbogast - Ein Leuchtturm!

„Wir betreiben Qualitätssicherung, um die Qualität unseres Angebotes langfristig zu sichern und unseren Gästen und Partnern ein gutes Preis/Leistungsverhältnis zu gewährleisten. Wir achten auf Qualität und Effizienz in allen Arbeitsbereichen. Dies ist Ausdruck des verantwortlichen Umgangs mit Ressourcen im Allgemeinen, mit öffentlichen Mitteln im Besonderen.“ So begründen wir in unserem Leitbild seit 15 Jahren unsere Verantwortung.Wir haben uns für das System „Lernorientierte Qualität in der Weiterbildung“ (LQW) entschieden. Im März 2016 wurde die Rezertifizierung abgeschlossen. Es wurde uns von einer neutralen außenstehenden Seite bestätigt: „Hier wird GUT gearbeitet“.

Gerne zitieren wir den Gutachter: „Beim Lesen des Selbstreports ist beim Gutachter ein Bild entstanden, dass St. Arbogast als ‚Leuchtturm‘ beschreiben könnte. Ein Leuchtturm ist ein Gebäude, das eine Befeuerung trägt bzw. Lichtsignale aussendet. Leuchttürme sind dabei insbesondere nachts weithin sichtbare Schifffahrtszeichen und dienen der Positionsbestimmung, der Warnung vor Untiefen oder der Fahrwassermarkierung…
Im übertragenen Sinne könnte man sagen, von St. Arbogast geht eine Signalwirkung aus, oder etwas kürzer: St. Arbogast wirkt!“

 

 

Die Atmosphäre.

Jedes Jahr ist es mir eine große Freude, wieder nach Arbogast zu kommen. Ich spüre hier die Wellenlänge der Zukunft: Herzlichkeit, Großzügigkeit, Weite des Geistes, Interesse an jedem einzelnen, die Fähigkeit, Vieles und Unterschiedliches zu verbinden in dem einen großen Ganzen, Lebensfreude, und immer die Ausrichtung auf das Wesentliche, das jetzt schon da ist - das ist die Atmosphäre, die anziehend wirkt wie ein Magnet auf die Gäste, und in der modellhaft schon verwirklicht ist, wohin wir als Menschheit unterwegs sind.

Dr. Johannes Latzel, Freiburg


In  St. Arbogast macht es keinen Unterschied, ob man 8 Jahre, 18 oder 80 Jahre alt ist. Dem Personal gelingt es, auf die verschiedenen Bedürfnisse aller Altersgruppen gleichermaßen einzugehen und diese auch noch unter einem Dach zu vereinen. Das ist sicher auch einer der Gründe dafür, weshalb Seminare in Arbogast mir selbst als Trainerin so viel Freude machen und Energie geben – die Teilnehmer/innen sind zufrieden und ausgeglichen, unabhängig davon, aus welcher Branche sie kommen oder welcher Altersgruppe sie angehören, da die Rahmenbedingungen perfekt abgestimmt sind. Dadurch ist während des Seminars ein konzentriertes und tiefgehendes Arbeiten möglich.

Andrea Munz, Hard, Pro Move,
Personalentwicklung, Teamtraining