Unsternstunden der Menschheit: Wie die Welt unerträglich wurde – und warum es dennoch Hoffnung gibt
Lesung und Gespräch mit Armin Thurnher
Mi 15. April 2026, 19 - 21 Uhr
Stefan Zweig nannte seine berühmte Sammlung von Texten einen „geistigen Spiegel“ der Zivilisation. Armin Thurnher stellt eine Verdunkelung des Spiegels fest – in seinem neuen Buch „Unsternstunden der Menschheit“ fixiert er einige Momente, die unsere Gegenwart formten: Manche davon entgingen dem Radar öffentlicher Aufmerksamkeit. Als Bill Clinton die Section 230 eines Mediengesetzes unterzeichnete, nahm die Welt der Kommunikation einen neuen, fatalen Lauf. Als der Blogger Curtis Yarvin zu veröffentlichen begann, legte er ein Fundament zum Aufstieg Donald Trumps. Als Hans Dichand die „Kronen Zeitung“ neu gründete, nahm er die politische Klasse Österreichs in die Geiselhaft der Dumpfheit. Sebastian Kurz brachte die konservative Kaste halb Europas um den Verstand. Elon Musk, Viktor Orbán, Peter Thiel und viele andere trugen und tragen zur Verdunkelung der Welt bei. Doch wer sagt, dass aus einer Galerie dunkler Spiegel nicht am Ende neues Licht blitzen kann?
Kosten
Freiwilliger Beitrag nach eigenem Ermessen vor Ort, wir bitten um verbindliche Anmeldung.
Armin Thurnher »
geboren 1949 in Bregenz. Mitbegründer, Miteigentümer und Herausgeber der Wiener Wochenzeitung „Falter“. Zahlreiche Auszeichnungen, ua Preis des österreichischen Buchhandels für Toleranz und Otto-Brenner-Preis für seinen Einsatz für ein soziales Europa. Bei Zsolnay erschienen zuletzt „Republik ohne Würde“ (2013), der Essay „Ach, Österreich! Europäische Lektionen aus der Alpenrepublik“ (2016), „Fähre nach Manhattan“ (2019) und „Anstandslos. Demokratie, Oligarichie, österreichische Abwege“ (2023).