Unternehmergeist - "Semmel oder Groschen: Was können wir mit nachhaltigem Wirtschaften gewinnen?"

Arbogaster Wirtschaftsgespräche



Do 14. November 2019, 19 - 21 Uhr

Vorbildlichen Unternehmer/innen geht es nicht nur um Mehrung des Eigentums, sondern um die Kunst, gut zu haushalten, sinnvolle Produkte zu entwickeln und das Gemeinwohl zu fördern.

Bei den Arbogaster Wirtschafts-Gesprächen zeigen wir Beispiele auf, wie Unternehmer/innen "mit Geist" und ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein die Entwicklung der Gesellschaft positiv beeinflussen. Wir geben der Kritik an Fehlentwicklungen in unserer Wirtschaft Raum und räumen mit Vorurteilen auf.

Die Gesprächsreihe beleuchtet zukunftsgerichtete Rollen, Potenziale und Beiträge von Unternehmen in einer modernen Gesellschaft. Gemeinsam mit kritischen Gesprächsgästen und begleitet von feinen kulinarischen und musikalischen Kostproben.

Im Gespräch

Alois M. Flatz (Investor), Anna Claudia Strolz (Designerin & Handwerkerin) sowie Christian Marte (Jesuitenpater und Unternehmensberater)

Wer kennt nicht den Spruch der weisen Oma oder des schlauen Onkels: Du kannst entweder die Semmel, oder den Groschen haben. Das "Fünferle oder 's Weckle"! Und doch spricht aus den von vielen als zaghaft kritisierten Maßnahmenpaketen - zB in Sachen Tier-, Klima- oder Verbraucherschutz - eine naive Sehnsucht: Wenn wir nur moderat genug agieren, wird schon keiner aufheulen. So behalten wir Groschen und Semmel. Jedenfalls gefühlt. Zurück bleibt aber ein Ungefähr.

Moralisch aufgeheizte Ge- und Verbote versprechen zwar höheres Tempo. Allerdings übergehen wir damit unser kritisches Urteilsvermögen und unsere Kreativität als Triebfedern. Verbote können lähmen und frustrieren. Wer den Groschen und wer das Semmerl bekommt, entscheidet dann die höhere (moralische) Instanz.

Was also tun? Haben wir nicht die größten Entwicklungsschritte noch immer mit unserem Einfallsreichtum und unserer schöpferischen Kreativität zustande gebracht? Mit neuen Ideen von besserer Qualität und mehr Effizienz könnten wir eine Vielfalt an Lösungen für nachhaltiges Wirtschaften kreieren. Gepaart mit kritischem Verstand, Fingerspitzengefühl und Anstand, können wir als Gesellschaft, als Wirtschaft und politische Souveräne den Wert unserer Groschen steigern. So bekommt der Bäcker den Groschen, wir die Semmel, und es bleibt sogar was über.

Mit unseren Gästen wollen wir zur zweiten Ausgabe der Arbogaster Wirtschaftsgespräche die verschiedenen Ansätze und Wege für nachhaltiges Wirtschaften beleuchten und kritisch diskutieren. Wie schon beim letzten Mal werden Musik, Kulinarik und der typische Arbogaster Geist einen fruchtbaren Austausch fördern.

Kosten

Selbsteinschätzung - freiwilliger Beitrag

Bitte um Anmeldung

bei Anika Knobel, Tel. 05523/62501-850, anika.knobel@arbogast.at


Marte Christian »

Der gebürtige Vorarlberger Jesuitenpater Christian Marte studierte Betriebswirtschaftslehre, Philosophie und Theologie. Er leitete das Kardinal-König-Haus in Wien, ist derzeit Rektor des Jesuitenkollegs in Innsbruck und arbeitet regelmäßig als Coach für Führungskräfte. Sein Credo: "Nur überleben ist nicht genug. Es geht darum, als Organisation und als Führungskraft wirksam zu sein. Und zwar durch Reduktion und Vertrauen. Dazu können wir aus der langen Tradition des Jesuitenordens viel lernen: Etwa langfristiges Denken, Unterbrechung und Reflexion, einen guten Umgang mit Erwartungen, Inspiration für Neues und die Deutung der Welt."

www.jesuitenkirche-innsbruck.at

Flatz Alois »

Alois M. Flatz agiert seit über 25 Jahren an der Schnittstelle von Investitionen und nachhaltiger Entwicklung. Er ist Mitbegründer des Dow Jones Sustainability Index und war auch Mitgründer und Präsident des Verwaltungsrates von Forma Futura, einem unabhängigen Unternehmen für nachhaltige Vermögensverwaltung. Der Bregenzerwälder hat an der Universität St. Gallen in Betriebswirtschaft promoviert, an der HEC in Paris International Management studiert und in Wien einen MBA erworben.

Strolz Anna Claudia »

Anna Claudia Strolz stammt aus einer Bregenzerwälder Handwerkerfamilie. 2012 gründete sie ihre eigene Leuchtenmanufaktur, mit der sie den bewährten Lampenschirm wieder in ein besseres Licht rücken will - als ehrliche, brauchbare und langlebige Produkte. Seit 2011 ist Anna Claudia Strolz außerdem Geschäftsführerin des Angelika Kauffmann Vereins, der in Schwarzenberg auch ein Museum für die berühmte Künstlerin betreibt.