Jesus hat Frauen und Männer gerufen - keine Schwärmer.

Daniel: Pepp, die Suche nach Sinn und Seelenheil treibt die Menschen an. Manche fühlen sich nicht mehr von den traditionellen Kirchen angesprochen, wohl aber von esoterischen Angeboten. Woran liegt das?

Pepp: Anscheinend tun sich esoterische Angebote manchmal leichter, Heilserfahrungen zu vermitteln, als die Kirchen. Sie entsprechen wohl auch dem Wunsch vieler Menschen nach Wohlgefühl und Machbarkeit. Man meint, sich seinen Heilsweg selbst zusammen stückeln zu können.

Daniel: Was ist für Dich Esoterik?

Pepp: Ursprünglich eine Geheimlehre für Auserwählte für den Weg nach innen. Heute scheint sie mir nicht mehr so geheim zu sein. Es gibt die unterschiedlichsten Methoden und Rituale, die einem versprechen, zur inneren Weisheit zu gelangen.

Daniel: Du hast die Esoterik einmal als Verkehrung der Mystik bezeichnet. Erkläre mir das.

Meditation heißt, zur Mitte zu kommen. Und auf diesem Weg wird alles da sein: Helles, Dunkles, Leidvolles und tiefe Freude – einfach das Leben in all seinen Schattierungen.

P. Pepp Steinmetz

Pepp: Bei der Mystik begebe ich mich hinein in das Geheimnis des Lebens. In das Größere, dem ich mich unterordne. In das Göttliche, dem ich folge und diene. Bei der Esoterik stellt man sich gewisse Rituale für seine eigenen Zwecke zur Verfügung. Da will man selbst Herr des Lebens sein. Das sehe ich als Verkehrung.

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